Von Gespinstmotten befallener Baum
Aus dem Rervier

Gespinstmotte oder Eichenprozessionsspinner?

Bedingt durch den milden und zu warmen April sieht man im Augenblick allerortens Bäume und Sträucher, die vollständig mit einem silbrig – weißem Gespinst eingehüllt sind. Besonders neben den nicht befallenen Bäumen in der Umgebung ein sehr gespenstischer Anblick, der bei vielen Naturnutzern Angst vor dem Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ) hervorruft. Dessen Raupen mit Brennhärchen überzogen sind, die bei Menschen Juckreiz, Allergien oder Raupendermatitis auslösen können. Beim Einatmen der Härchen drohen Atembeschwerden.

Allerdings überziehen Eichenprozessionsspinner nie ganze Bäume, sondern legen ihre sackartigen Nester in Astgabeln oder am Stamm von Eichen oder Hainbuchen an.

Des Weiteren handelt es sich bei den gerade befallenen Laub-Bäumen und Sträuchern meist um Traubenkirsche, Weide, Faulbaum und Schwarzdorn. Was auf das Werk der für den Menschen völlig ungefährlichen Gespinst- und Knospenmotten hindeutet. Diese Raupen umhüllen Bäume und Sträucher komplett mit Spinnweben, um sich vor Fressfeinden und Regen zu schützen. Unter diesem Gespinst fressen die Tiere die Knospen und Blätter. Die befallenen Bäume und Büsche überleben dies in der Regel und treiben spätestens im Juni / Juli erneut aus.


 
Während die Raupen des Eichenprozessionsspinners leicht an seiner dunklen, breiten Rückenlinie mit den borstenartigen Haaren zu erkennen ist, ist die Gespinst- und Knospenmotte grünlich – gelb mit markanten schwarzen Punkten.

Eichenprozessionsspinner

Photo by Christian Fischer, CC BY-SA 3.0, Link

Gespinnstmotten

Gespinnstmotten-Raupen

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